Allgemeines zu Pflanzenhaarfarben

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Pflanzenhaarfarben dringen nicht in das Haar ein und ersetzen dort die Farbstoffe, sondern legen sich als Mantel um das einzelne Haar. Dabei wird die Cuticula geglättet und somit mehr Glanz erzeugt.

Hennastrauch

Der Hennastrauch, aus dem der Grundbestandteil von Pflanzenhaarfarben gewonnen wird, gehört zur Gattung der Lawsonia und wird wissenschaftlich als Lawsonia inermis bezeichnet.

Der Strauch erreicht eine Höhe von 1,5 bis 8m; die Rinde hat eine weißliche bis gräulich-braune Farbe. Teilweise befinden sich an den Zweigen Triebe mit Stacheln. Die vierzähligen Blüten sind nur wenige mm klein und duften verschieden stark. Die vier Kelchblätter sind gelblich bis weiß; die Kronblätter sind 3-4mm lang und 4-5mm breit. Ihre Farbe varriiert mit den Varianten des Strauches zwischen weißlich, gelb, rosa und rötlich.

Die Kapselfrüchte sind purpur- bis blauschwarz und besitzen einen Durchmesser von meist 4 bis 8mm (3-9mm) aus.

Herstellung

Das Henna wird aus den Blättern des Strauches gewonnen. Dafür werden diese getrocknet und anschließend zerrrieben/zermahlen. Geerntet werden die Blätter durch einfaches Abstreifen. Die Blätter müssen an einem dunklen Ort verarbeitet werden, da Sonnenlicht den roten Farbstoff zerstört.

Der Begriff

Henna bezeichnet an sich eigentlich den Stoff aus dem Hennastrauch, oftmals werden unter dem Begriff 'Henna' heutzutage oft Mischungen angeboten, die zwar färbende Pflanzenbestandteile enthalten, jedoch häufig kaum noch Henna beinhalten. Zumeist sollen sie blond, braun oder schwarz färben.

Anwendung

Henna färbt nicht als solches, sondern durch einen Gärungsprozess. Bei diesem werden Glykoside durch Bakterien und Enzyme chemisch umgewandelt. Dieser Prozess dauert in der Regel sechs bis acht Stunden. In dieser Zeit geht das Henna dann mit eiweißhaltigen Stoffen (Haut, Haare, Wolle, Seide...) eine dauerhafte Verbindung ein.

Siehe auch